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Basilikum

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Das Basilikum (auch Basilienkraut, Herrenkraut, Hirnkraut, Josefskräutlein, Königsbalsam, Königskraut oder Pfefferkraut) ist eine Gewürzpflanze aus der Familie der Lippenblütengewächse (Lamiaceae). Basilikum bezeichnet sowohl die Gattung Ocimum wie auch die bekannteste Art Ocimum basilicum.

Da Basilikum den krebserzeugenden und erbgutschädigenden Stoff Estragol enthält, sollte sein Verzehr minimiert werden.

Basilikum wird in der italienischen Küche häufig verwendet. In der Pharmazie wird das Basilikum auch Herba Basilici genannt.

Beschreibung

Basilikum ist eine einjährige, recht buschig wachsende Pflanze, mit einer Höhe von bis zu 40 cm. Die Blätter haben kurze Stiele und sind eiförmig. Die Blüten sind ährenartig und erscheinen von Juni bis September. Die verschiedenen Kulturformen, die auf dem Markt angeboten werden, unterscheiden sich in Blattfarbe, Grösse, Aroma, Wachstrumsart und Ansprüchen. Grundsätzlich sind die grünblättrigen Sorten robuster und keimfreudiger.

Herkunft

Der Name Basilikum stammt vom griechischen basilikos und bedeutet königlich, wegen des würzigen, edlen Duftes.

Die Pflanze stammt nach heutigen Erkenntnissen ehemals vom Afrikanischen Kontinent. Sie findet heute jedoch ebenso große Verbreitung in Asien, Mittel- und Südamerika. Europäisches Basilikum stammt aus dem Mittelmeerraum. Seine Hauptexporteure sind neben Italien auch Frankreich, Marokko und Ägypten. In den USA werden die größten Mengen im Bundesstaat Kalifornien angepflanzt.

Religiöse Aspekte

Das Basilikum hat in verschiedenen Gebieten der Erde auch religiösen Charakter. Indien ist hierfür ein Beispiel. Nach hinduistischer Vorstellung ist die Basilpflanze Tulsi dem Gott Vishnu geweiht. Das Kraut symbolisiert ihn, seinen Avatara Krishna oder seine Frau Lakshmi.

Sorten

Limonenbasilikum mit BlüteBasilikum gibt es in etwa 40 verschiedenen Sorten.
African Blue (Ocimum kilimandscharicum x basilicum)
Anisbasilikum
Asiatisches Basilikum (Ocimum canum)
Baumbasilikum (Ocimum gratissimum)
Cubanisches Strauchbasilikum (Ocimum basilicum v.)
Genovese
Gewürzbasilikum
Griechisches Strauchbasilikum
Heiliges Basilikum (Ocimum sanctum oder Ocimum tenuiflorum)
Kampferbasilikum
Limonenbasilikum (Ocimum americanum)
Peruanisches Basilikum
Siam Queen
Thaibasilikum
Wildes Basilikum (Ocimum canum)
Zimtbasilikum
Zitronenbasilikum (Ocimum americanum)

Aufzucht und Pflege

Basilikum (Marktware)Basilikum ist nicht leicht in der Aufzucht. Es benötigt vor allem viel Licht und viel Wärme (15 bis 20 Grad Celsius), darf jedoch keinem Wind ausgesetzt werden. Es wird am besten in Topfpflanzenerde angepflanzt, mit ausgeglichener Nährstoffversorgung. Tipps für den Anbau zu Hause: Das größte Problem bei der Anzucht der Keimlinge ist die so genannte Auflauf-Krankheit. Werden die Keimlinge ungünstigen Bedingungen ausgesetzt (zu trocken, zu heiß, zu kalt, rasche und/oder relativ große Temperaturwechsel, zu viel Dünger), so kippen sie einfach um; es sieht aus, als wären sie am Stielansatz mit einem Faden abgebunden worden. Umgekippte Keimlinge sind nicht zu retten. Am besten ist es, wenn man die Gefäße, nachdem man die Saat in sie eingebracht hat, mit Klarsichtfolie abdeckt, in die zur besseren Luftzirkulation Löcher gestochen werden. Dadurch ergibt sich ein feuchteres Klima für die Pflänzchen, auch Wärme hält sich so im Topf etwas besser. Auf Wettervorhersagen achten und bei Temperaturschwankungen die Saattöpfe rechtzeitig auf die Fensterbank stellen. Sobald die Pflänzchen mehr als vier Blättchen gebildet haben, sollte man sie pikieren.

Eine Möglichkeit, die Basilikum-Pflanzen zu vermehren, besteht darin, abgeschnittene Stengel in Wasser zu stellen. Nach einigen Tagen treiben sie Wurzeln und können verpflanzt werden.

Bei den gängigen Basilikumsorten handelt es sich um einjährige Pflanzen, die jederzeit ausgesät werden können. In milden Gegenden kann man Basilikum im Garten überwintern, wenn man es vor Wintereinbruch mit Tannenreisig vor Frost schützt. Es ist ein Lichtkeimer.

Heilkunst

Da eine medizinische Wirksamkeit nicht belegt ist und auf Grund der Risiken durch das enthaltene Estragol, kann eine therapeutische Anwendung von Basilikum nicht vertreten werden.

Basilikum wurde bei Erkrankungen der Harnorgane, bei Darmentzündungen, Magenkrämpfen, Erbrechen, Blähungen, Verstopfung und Migräne angewendet. Aufgüsse des Samen setzte man früher auch bei Trippererkrankungen ein.

Den Geruch des Basilikums hat man als heilsam angesehen. Mittellosen Personen empfahl man noch um 1800 in Pestzeiten ein Riechkissen bei sich zu tragen, das neben Basilikum auch Weinraute, Melisse, Dost, Minze, Salbei, Rosmarin, Orangenblüten, Thymian, Quendel, Lavendel, Lorbeerblätter sowie Orangen- und Quittenschalen enthielt. Wohlhabenderen Menschen empfahl man eine mit Gewürznelken gespickte Zitrone.

Ernte

Um die Pflanze am Blühen zu hindern und somit eine möglichst lange Erntezeit zu erhalten, wird immer die gesamte Triebspitze sowie je nach Grösse der Pflanze die Hauptblätter der nächsten beiden Blattverzweigungen abgeerntet. Aus den verbleibenden Blattachseln treiben dann neue Sprosse aus, von denen wieder die Triebspitzen geerntet werden können. Nach dem Abernten hält sich das Aroma am besten, indem man die Blätter einfriert. Lässt man sie jedoch trocknen, so hat man mit großen Einbußen beim Aroma zu rechnen.

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