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Sauerkraut |
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Sauerkraut oder Sauerkohl ist durch Milchsäuregärung konservierter Weißkohl. Es wird hauptsächlich gekocht als Beilage gegessen. Es gilt international als das bekannteste Nationalgericht Deutschlands. Inhaltsstoffe Sauerkraut ist reich an Milchsäure, Vitamin A, B, C und Mineralstoffen und ist mit den Kohlgemüsen ein wichtiger, heimischer Vitamin-C-Lieferant im Winter. Sauerkraut ist sehr kalorienarm (etwa 19 kcal je 100 g), praktisch fettfrei und enthält etwa drei bis vier Prozent Kohlenhydrate und ein bis zwei Prozent Proteine. Außerdem enthält es Histamin und kann daher Unverträglichkeiten auslösen. Geschichte Wahrscheinlich stammt Sauerkraut ursprünglich aus Nordchina und wurde von dort durch wandernde Mongolenstämme nach Europa gebracht. Besonders in osteuropäischen Staaten wird sehr viel Sauerkraut gegessen. Juden übernahmen Sauerkraut in ihre Küche und haben es wahrscheinlich in die nördlichen Staaten Westeuropas getragen. Sauerkraut gehörte bis zur Etablierung neuerer Konservierungsmethoden zu den im Winter in Deutschland, den Niederlanden und Polen hauptsächlich verarbeiteten Zutaten. Es wird üblicherweise mit Schweinefleisch zubereitet, wobei Juden normalerweise Gans oder Ente dazu servieren. Herstellung Frischer Weißkohl wird in feine Streifen geschnitten und in einen Topf eingefüllt. Beigefügtes Salz entzieht während des Gärungsprozesses dem Weißkohl die Flüssigkeit. Bei „Weinsauerkraut“ wird zusätzlich etwas Weißwein dazugegeben. Die Salzlake bedeckt während der ganzen Gärung, die circa vier bis sechs Wochen dauert, den Weißkohl. Wichtig ist, dass keine Luft zwischen dem frischen Kohl verbleibt, da sonst statt der gewünschten saueren Gärung ein Fäulnisprozess beginnen könnte. Deswegen muss Sauerkraut kräftigt gestampft und mit Gewichten gepresst werden. Der Gärungsprozesses kommt durch die in der Luft vorhandenen und am Weißkohl haftenden Milchsäurebakterien in Gang. Bei den heute üblichen hygienischeren Produktions- und Lagerbedingungen kann jedoch eine separate Zugabe der Bakterien vonnöten sein. Zubereitung Man kann Sauerkraut frisch, d. h. unerhitzt, verzehren oder als pasteurisiertes Fertiggericht kaufen. Dann muß es nur erwärmt werden. Ansonsten wird Sauerkraut meist unter Zugabe von Lorbeerblättern, Wacholderbeeren, etwas Salz, Pfeffer und Zucker in Wasser oder Fleischbrühe ca. eine halbe Stunde lang gekocht. Je nach Region werden gebratene Zwiebeln, Äpfel oder Weintrauben, Fleischbrocken, Speckschwarte, Bauchfleisch oder Würste hinzugegeben. Auch die Gewürze variieren; so werden häufig Kümmel und Nelken, auch Estragon, Fenchel oder Bohnenkraut hinzugefügt. Gerichte mit Sauerkraut Bei den hessischen Rippchen mit Kraut wird gepökeltes Schweinekotelett im Sauerkraut mitgekocht. Dieser Artikel stammt aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar |
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